Vom 14. bis 16. September 2018 fand in Donauwörth das 1. VIA ROMEA Pilgersymposium statt.

Aufgrund der Lage an verschiedenen Pilgerwegen kann sich Donauwörth seit dem 13. Jahrhundert als Pilgerstadt bezeichnen. Viele Pilger sind auf den Wegen wie zum Beispiel dem bayerisch-schwäbischen, dem fränkischen und dem ostbayerischen Jakobusweg und seit neustem dem Luther-Radpilgerweg und eben auch auf der VIA ROMEA GERMANICA unterwegs. Damit es in Zukunft noch mehr werden, fand im September 2018 das 1. VIA ROMEA Pilgersymposium in Donauwörth statt.

Die Veranstaltung in Donauwörth fand in der dort ansässige Volkshochschule statt, in der genügend Raum für Meetings, Vorträge und einen Empfang war. Die vielen herzlichen Begegnungen unter den Teilnehmern waren ein wichtiger Bestandteil des Symposiums.

Höhepunkte waren dabei sicherlich der Eröffnungsvortrag des Vhs-Vorsitzenden und Journalisten Paul Soldner über den Donauwörther Kreuzpartikel, eine Abhandlung über den Romweg oder über den Jerusalemweg, den Jakobusweg, das Rad-Pilgern und ein Referat des Europa-Wissenschaftlers Joachim Grzega über Sprach-Anekdoten aus Europa. Die Vorstellung des neuen „Donauwörther Pilger-Leitfadens“ durch die Leiterin der Städtischen Tourist-Information in Donauwörth Ulrike Steger rundeten das Programm ab.  Am Nachmittag konnten die Teilnehmer des Symposiums auf eine Schnupper-Radpilgertour von Donauwörth nach Kaisheim oder auf einen spirituellen Stadtrundgang durch Donauwörth gehen.

Vom Vorsitzenden des Fördervereins Dr. Thomas Dahms wurde an den Oberbürgermeister der Stadt Donauwörth Armin Neudert eine Urkunde überreicht, in der der Stadt bescheinigt wird, „sich mit der Veranstaltung um Europa und den Frieden verdient“ gemacht zu haben. Ausdrücklich lobte er das Engagement der Leiterin der Städtischen Tourist-Information Ulrike Steger, die das Symposium mit großem Engagement organisiert hat.

Einen sehr guten Abschluss fand das Symposium am Sonntag mit dem Donauwörther Kreuzfest. Seit fast tausend Jahren gilt der „Kreuzpartikel“ als einer der kostbarsten Schätze der Christenheit nördlich der Alpen: der Splitter des Kreuzes Christi, der in Donauwörth in einer wertvollen Monstranz aufbewahrt wird. Der feierliche Gottesdienst wurden von vielen Mitwirkenden aus der Stadt vorbereitet und gestaltet.

Die Teilnehmer des Symposiums zogen eine sehr positive Bilanz des Treffens. Für Donauwörth war es der Beginn einer Hinführung zu einem ganz besonderen Ereignis in zehn Jahren, das schon seine Schatten vorauswirft: Dann soll mit einem großen Veranstaltungsreigen an „1000 Jahre Donauwörther Kreuzpartikel“ gedacht werden – und dann wieder mit einem Pilgersymposium.

Bis dahin soll das jährlich in verschiedenen Orten entlang des Weges stattfindende Symposium, eine Veranstaltung zwischen wissenschaftlicher Forschung und individueller Spiritualität bieten.

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